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Mit einem Aufseufzen landete Ann in der dunklen Gasse hinter Dylans Haus. Das Licht der Sterne am Nachthimmel schien nur spärlich zwischen die Häuser aber daran störte Ann sich nicht. Sie sah auch jetzt ausgezeichnet.
Stöhnend rieb sie sich die Schultern wo die Riemen des Rucksacks ein wenig eingeschnitten hatten auch wenn sie nur einen halben Tag hatte fliegen müssen. Sie war spät am Nachmittag in dem Gasthaus aufgewacht und hatte beschlossen das es nach knapp über einer Woche zeit wurde zu Dylan zurückzukehren. Hauptsächlich weil ihr das Geld ausging....
Erschöpft ließ Ann den Rucksack von ihren Schultern gleiten und hielt ihn mit einer Hand während sie an die Hintertür herantrat und dagegen klopfte während sie laut rief.
„Dylan!! ich bin wieder...“ abrupt brach Ann ab als die Tür auf ihr Klopfen hin direkt nachgab und leicht nach innen schwang. Zögernd griff Ann, nachdem sie sich kurz gewundert hatte – sie war sich sicher das Dylan nachts die Tür abschloss – zu der Türklinke und drückte die Tür ganz auf. Ein  süßlicher Geruch, mit einer seltsam vertrauten Note die sie aber nicht einordnen konnte, schlug ihr entgegen als sie vorsichtig das innere des Esszimmers betrat und erfüllte sie mit einer bösen Vorahnung.
„Dylan?“ fragte sie während ihre Augen sich kurz an das flackernde Licht des Feuers aus der Feuerstelle anpassten.
Kurz darauf wurden die Umrisse des Tisches deutlicher. Ein Mann lag hingestreckt darauf, beide Arme in unnatürlichen Winkeln von sich gestreckt, die Beine hingen noch halb über den Rand und starrte aus gebrochenen Augen zur Decke. Der linke Arm war mit einem der Messer welches Dylan in seiner Werkstatt entwickelt hatte auf den Tisch fixiert worden indem man es durch seinen Arm hindurch tief in das Holz gerammt hatte. Der andere Arm war auf ähnliche Weise mit dem Schürhaken der neben der Kochstelle gestanden hatte am Tisch fixiert worden. Ungläubig starrte Ann den massiven Schürhaken an der durch die Wucht des Schlages der ihn durch Arm und Holzplatte gebohrt hatte verbogen worden war. Bevor Ann erneut Luft holen konnte wandte sie ihren Blick dem Rest von Dylan, den sie eindeutig an dem blutverschmierten Schnurrbart erkannte, zu. Die Kleider waren ihm von Oberkörper und einem seiner Beine heruntergerissen worden und große Löcher im Fleisch in denen sich vom licht des feuers geworfene flackernde schatten tummelten starrten Ann an.
Jemand – oder etwas – hatte Dylan regelrecht in Stücke gerissen und dem qualvoll verzogenen Gesichtsausdruck zufolge hatte dieser Jemand sich zeit damit gelassen.
Deutlich hörbar keuchte Ann als ihre Sicht sich soweit angepasst hatte das sie Details erkennen konnte und sie, die bereits soviel Tod gesehen und selbst zugefügt hatte, wandte sich angewidert ab. Erschrocken über den Anblick ging Ann apathisch an dem Tisch vorbei, warf den Rucksack in die Ecke neben dem Schrank der an der Rückwand stand und ging die ersten beiden Stufen der Treppe knarrend nach oben bis sie erschrocken zusammenzuckte als ihr klar wurde, was sie da tat.
Wer auch immer das getan hatte könnte noch hier sein! Panisch drehte Ann sich ruckartig um und fasste die Tür zum Vorraum des Hauses für eine Sekunde ins Auge bevor sie sich wieder zur Treppe nach oben umdrehte. Anns Atem hatte sich beschleunigt und sie wischte sich den kalten Schweiss aus der Stirn während sie nach oben blickte um anschließend wieder einen Blick über die Schulter zu der Leiche von Dylan zurück zuwerfen.
Ruhig. Ermahnte sie sich selbst. Wer auch immer hier gewesen war, hätte sie schon längst gehört. Entweder ihr erschrockenes Aufkeuchen beim Anblick von Dylans Leiche, oder aber das verdammte knarren der Treppe als sie die ersten beiden Stufen hinaufgestiegen war.
Hektisch überlegte Ann. Sie wollte so schnell wie möglich weg von hier, aber sie hatte ihr Schwert oben liegen lassen und dort befand sich auch ein Teil ihrer Ersparnisse, unter anderem die Goldmünze, die sie dort versteckt hatte wo nicht einmal Dylan sie finden würde.
Sie zögerte noch eine Sekunde bis sich der Gedanke durchsetzte das sie dem was vielleicht vor ihr lag, auf jeden Fall lieber mit einem Schwert in der Hand begegnen würde.
Schnell rannte sie die Treppe hinauf deren Stufen laut knarrten und knirschten, sprang mit ein paar raschen Schritten durch den Gang wobei sie von den beiden Türen die von ihm abzweigten deutlichen Abstand wahrte und stürzte schließlich die Leiter hinauf.
Die Dachkammer war dunkel und leer, wer auch immer hier gewesen war, war scheinbar nicht mehr da. Zügig, aber jetzt wieder auf Lautlosigkeit bedacht, ging Ann zu dem Platz wo sie ihr Schwert hingelegt hatte und schnallte es sich um. Anschließend räumte sie möglichst leise ein paar Bretter zur Seite hinter denen ein paar umgedrehte Töpfe standen unter denen sie ihre Ersparnisse versteckt hatte. Schnell verstaute Ann die Beutel an ihrem Gürtel mit dem Messer aus Baltimons Haus und stieg dann, ohne die Sachen zurückzuräumen, die Leiter hinunter. Jetzt musste sie nur noch von hier verschwinden.
Als sie gerade den Fuß von der letzten Leitersprosse auf den Boden setzen wollte hörte sie von unten wie die Tür wuchtig aufgeschlagen wurde und gegen die Hauswand krachte. Erschrocken erstarrte Ann wo sie war und bewegte sich keinen Millimeter mehr.
Ein paar erstickte Keuchlaute waren von unten zu hören, kurz darauf hörte man wie etwas schweres auf dem Boden aufprallte, gefolgt von einem weiteren Keuchen, und kurz darauf wurde die Tür wieder zugeschlagen.
Eine wimmernde Stimme war kurz zu vernehmen die Ann nicht verstehen konnte, brach dann jedoch schlagartig röchelnd ab. Wieder hörte man wie ein schwerer Gegenstand, vermutlich der Mann den Ann wimmern hören hatte, gegen Holz prallte. Das Röcheln verstärkte sich kurz zu einem grausamen Höhepunkt, Ann kannte das Geräusch welches ein Mensch machte kurz bevor man ihn erwürgte, ein letztes abgehacktes Krächzen was aus tiefster Kehle zu kommen schien, gefolgt von einem langen röchelnden Ton wenn er sein Leben aushauchte.
Kurz darauf hörte sie das reißende Geräusch von Kleidung die zerrissen wurde, gefolgt von einem anderen Reißen – dem Reißen von Fleisch welches gewaltsam zerrissen wurde. Ein lang gezogenes Reißen gefolgt von dem leisen plätschern des fließenden Blutes dem sich nun ein ungewohntes Geräusch anschloss: ein lautes Schmatzen gefolgt von weiterem Reißen von Fleisch.
Ann wurde übel als sie an die löcher in Dylans Leiche zurückdachte.
Sie musste hier verschwinden! Sofort!
Ruhig... Ermahnte sie sich wieder und verharrte weiterhin auf der Leiter, inzwischen leicht zitternd. Noch wusste dieses etwas dort unten nicht das sie hier war und hatte offensichtlich gerade mit seinem nächsten Opfer zu tun. Langsam beruhigte sie sich um das Zittern unter Kontrolle zu kriegen und dachte nach. Wie könnte sie verschwinden? Der Weg durch die Türen unten war versperrt, sie müsste wieder das Esszimmer durchqueren. Wieder überlief Ann ein Schauer als sie an den makaberen Namen des Raumes dachte.
Blieb noch der erste Stock und ihre Dachkammer. Sie kannte sich in den Räumen von Dylan nicht aus, also wusste sie nicht ob sie dort durch eines der Fenster verschwinden könnte, außerdem wollte sie nicht riskieren von dem etwas dort unten gehört zu werden und die Wahrscheinlichkeit, dass das passierte war wesentlich geringer wenn sie noch ein weiteres Stockwerk nach oben stieg.
Also hob Ann den Fuß der immer noch über dem Boden schwebte langsam an und setzte ihn vorsichtig auf die nächste Stufe der Leiter. Langsam verlagerte Ann ihr ganzes Gewicht auf den Fuß und hob den nächsten um weiter nach oben zu steigen. In dem Moment knarrte die Leiter leise. Sofort verstummte das Schmatzen von unten und Ann hielt zitternd inne um kein weiteres Geräusch zu verursachen.
Die Stille zog sich unangenehm in die Länge und Ann schloss verzweifelt die Augen während sie hoffte das, wer auch immer unten war, er mit seiner Mahlzeit fortfahren würde. Sie beruhigte sich damit, das sie es hören würde wenn er die Treppe hinauf kam, die Stufen hatten selbst dann deutlich geknarrt wenn jemand leichtes wie sie oder die Schneiderin die Treppe hinauf gekommen waren.
Plötzlich hörte Ann wie unten jemand zischend Luft holte, gefolgt von schnell aufeinander folgenden stampfenden Schritten die sich mit dem Knarren der Stufen vermischten als der Verursacher die Treppe erreichte.
Eine Sekunde später schoss es Ann durch den Kopf als hätte sie es selbst gesehen: der Rucksack! Sie hatte ihn unten einfach in eine Ecke geworfen! Es war ihrem Verfolger nicht sofort aufgefallen, aber jetzt hatte er es bemerkt! Sofort raste Ann die Leiter hinauf und sprang regelrecht die letzten Sprossen hinauf während ihr Schwanz sich aus der Luke hinter ihr hinaus schlängelte. Panisch rannte Ann auf das Fenster an der Rückwand des Hauses zu während unten bereits das Knarren der Stufen verklang und ihr Verfolger den Gang entlang rannte.
Ohne zu zögern packte Ann einen der Töpfe die herum standen und schleuderte ihn mit aller Kraft durch das Fenster. Mit einem lauten klirren zerbarst die Scheibe und Ann folgte den Glassplittern auf dem fuße wobei sie in der engen Gasse die Flügel gerade soweit ausbreiten konnte um ihren Fall ausreichend zu verlangsamen.
Trotzdem stürzte Ann schwer zu Boden als sie aufkam. Sie ignorierte die herumliegenden Glasspliter, stemmte sich mit den Händen vom Boden ab, wobei sie sich die Handflächen zerschnitt, und rannte los.
Sie wollte nur so schnell wie möglich weg von dem Haus und rannte geradeaus. Als sie kurz darauf  angsterfüllt einen Blick über die Schulter warf sah sie gerade noch wie eine massige Gestalt aus der Tür des Hauses walzte.
Sie erhaschte nur einen flüchtigen Blick auf die Gestalt, aber ihre Nachtsicht hatte sich wieder vorzüglich auf die Dunkelheit angepasst, sodass sie ein deutliches Bild gewann:
Der Mann, denn es war einer, so erkannte sie jetzt, war etwa einen Kopf größer als sie, oder wäre es wenn er ihr nicht gerade geduckt hinterherrennen würde. Er war wesentlich breiter gebaut als sie und trug einen schweren Umhang sowie dicke Kleider die seinen Körper gänzlich verhüllten und nun in Fetzen hinter ihm her flatterten während er  ihr hinterher rannte. Ein bösartiges Knurren wurde langsam von hinten lauter während Ann lief und sie wusste: sie war nicht schnell genug, ihr Verfolger holte auf!
Hektisch ermahnte Ann sich selbst wieder zur ruhe, sie musste die Vorteile nutzen die sie hatte! Sie bog die erstbeste Gasse nach links ab und bremste ihren Schritt soweit, das sie lautlos weiterlaufen konnte. Ha! Sollte er doch versuchen ihr in die dunkle Gasse zu verfolgen wenn er sie nicht mehr hören konnte. In der vollkommenen Dunkelheit der Seitengasse fühlte sie sich wieder sicher. Sie lief noch ein paar weitere Schritte in die Gasse hinein und drehte sich dann schwer atmend um, um ihren Verfolger dabei zu beobachten wie er an der Gasse vorbei rennen würde. Ein hämisches Grinsen machte sich wieder über Anns Gesicht breit als die Schritte ohne langsamer zu werden mit lauter werdendem Stampfen näher kamen, auch wenn ihr nach wie vor der kalte Schweiss über die Stirn rann.
Entsetzt kreischte sie auf als der Mann ohne zu zögern um die Ecke bog und auf sie zu rannte. Mit einem Sprung war sie wieder auf dem Weg, aber durch ihr gescheitertes Täuschungsmanöver hatte ihr Abstand sich auf wenige Dutzend Schritte verringert.
Ann rannte so schnell sie konnte die enge Gasse entlang wobei ihre Flügel bereits teilweise die Wände streiften wenn sie links und rechts ein wenig herum flatterten. Enttäuscht biss Ann die Zähne aufeinander während sie weiter lief. Wenn die Gasse doch nur breiter wäre und sie einfach weg fliegen könnte! So gut und schnell er auch am Boden sein mochte, der Mann konnte ihr unmöglich in den Himmel folgen.
Panisch weiteten sich Anns Augen als ein kurzes Stück vor ihr das Ende der Gasse in Sicht kam: die hölzerne Rückwand eines weiteren Lagerhauses des Hafenviertels.
Sie brauchte sich nicht umdrehen um zu wissen wie knapp ihr Verfolger hinter ihr war, sie konnte bereits seinen keuchenden Atem hören und das bösartige leise Lachen dazwischen als er näher kam. Ohne anzuhalten rannte Ann noch einmal so schnell sie konnte und sprang dann an der Holzwand des Lagerhauses in die Höhe wobei sie ihre Flügel so gut es ging zur Hilfe nahm.
Panisch fuhren ihre Finger über das Holz der Bretter die die Rückwand bildeten auf der suche nach einem Spalt, sie zog sich ein paar Splitter zu bevor sie in einen Spalt zwischen den schlecht verzimmerten Brettern greifen konnte, aber sie ignorierte den Schmerz und griff auch mit der anderen Hand hinein um sich soweit es ging hochzuziehen. Hektisch warf sie einen Blick über die Schulter wo ihr Verfolger jetzt die letzten paar Schritte zu ihr überbrücken würde, blickte dann nach oben zu der leicht vorstehenden Dachkante des Lagerhauses und zog sich mit einem Ruck ihrer Arme und einem dürftigen Flügelschlag noch einmal soweit nach oben wie sie nur konnte und stemmte dann die Beine zur Seite gegen die Wände der Lagerhäuser die die Gasse bildeten während sie ihren Schwanz soweit es ging hoch riss.
Nicht einmal eine Sekunde später hörte sie das Krachen eines schweren Körpers gegen Holz und die Wand vor ihr erzitterte von dem Schlag. Aber Ann ruhte sich nicht auf dem kurzen Erfolg aus. Sofort griff sie wieder zu der Wand vor sich und suchte nach einem Halt. Direkt nachdem sie eine weitere Spalte gefunden hatte setzte sie die Füße wieder höher und arbeitete sich so nach oben.
Ein Blick nach unten zeigte ihr ihren Verfolger der scheinbar nicht so geschickt war wie sie und ihr wütend hinterher starrte.
Vielleicht war er wirklich nicht so geschickt wie sie, aber er machte es durch etwas anderes wieder wett: brutale Kraft und die Entschlossenheit sie zu nutzen. Er trat an die Wand, holte einmal kräftig aus und schlug mit gekrümmten Fingern einmal kräftig zu. Laut knirschend gab das Holz nach als sein Griff sich in das Brett hinein bohrte. Kurz darauf ertönte das Geräusch noch einmal und Ann musste entsetzt zusehen wie die andere Hand sich ebenfalls in das Holz bohrte und ihr Verfolger sich ein gutes Stück hoch zog, die Füße ebenso wie Ann gegen die Seitenwände stemmte und wieder seine Hand in das Holz vor sich schlug um sich erneut hochzuziehen.
Voller angst vor der offensichtlichen Gefährlichkeit ihres Verfolgers verdoppelte Ann ihre Anstrengungen so schnell wie möglich das Dach zu erreichen von wo aus sie in Sicherheit gelangen würde, aber ihr Verfolger war trotzdem schneller als sie, viel schneller.
Hektisch schob Ann sich Stück für Stück weiter nach oben wobei sie jedes mal neu halt suchen musste, sich des Wissens bewusst das ihr Verfolger sie kriegen und töten würde wenn sie sich einen Fehltritt erlaubte, dicht gefolgt von dem Stakkato brechenden Holzes, jedes mal wenn ihr Verfolger sich wieder in der Holzwand festkrallte.
Während des letzten Stücks spürte Ann plötzlich eine Hand die versuchte sie am Schwanz zu packen und sie schlug reflexartig mit dem Schwanz woraufhin sich der Griff löste und ein wütendes Knurren von ihrem Verfolger zu vernehmen war während er dadurch ein kurzes Stück abrutschte.
Hektisch suchte Ann nach der letzten Spalte die sie endgültig in Reichweite der Dachkante bringen würde. Zwei scheinbar endlose Sekunden vergingen bis ihre rasend umher tastenden, inzwischen vollkommen von Splittern durchzogenen und blutigen Hände einen Spalt fanden und sie sich daran hochzog. Mit einem Ruck sprang Ann ab und packte nach dem Rand des Dachs. Schnell zog sie sich hoch und wand den Oberkörper über die Kante als plötzlich ein lautes Schnaufen unter ihr laut wurde, gefolgt von einem weiteren Knirschen von Holz.
Ruckartig wurde Ann nach unten gerissen und sie verlor fast den Halt als ihr Oberkörper wieder über die Kante rutschte als ihr Verfolger sie am Schwanzende zu fassen bekam.
Qualvoll heulte Ann auf als der plötzliche Ruck ihr durch den Schwanz hindurch einmal durch das ganze Rückgrat ging. Wieder rutschte sie ein Stück ab und ihr Kopf sackte unter die Kante, sie konnte sich nur noch mit den Armen festklammern während der Griff um ihr Schwanzende sich noch einmal verstärkte.
Laut keuchend zwang Ann den Schmerz der durch die ruckartigen Bewegungen der an ihr hängenden Last durch ihr Rückgrat zogen in den Hintergrund und schüttelte sich so gut sie konnte. Wellen von Schmerz schossen ihr das Rückgrat hinauf als sie sich zu der Bewegung zwang, aber sie spürte auch wie der Griff ihres Verfolgers sich leicht löste und abrutschte. Kurz darauf konnte sie nicht mehr, der Schmerz in ihrem Rückgrat wurde zu stark um ihn noch weiter zu verschlimmern. Mit einem gequälten Stöhnen klammerte Ann sich mit ihren blutigen, von den Glassplittern zerschnittenen und von splittern durchbohrten Händen am Rand des Dachs fest während der Griff ihres Verfolgers quälend langsam immer weiter an ihrem Schwanz hinab rutschte.
Ein erleichterter Aufschrei von Ann folgte kurz darauf als ihr Schwanz schließlich dem Griff ihres Verfolgers entglitt und er schwer zu Boden stürzte.
Mit einem schmerzerfüllten Laut zog Ann sich mühsam wieder höher, das erneute Knacken von Holz als ihr Verfolger wieder begann sich die Wand hoch zuarbeiten spornte sie noch einmal an. Mit einer letzten Kraftanstrengung zog sie den Oberkörper auf das Dach und hievte ihre Beine und den arg malträtierten Schwanz über die Kante. Eilig kroch sie von der Kante des Daches weg als sie es endlich geschafft hatte und kam stolpernd hoch während von unten weiter das Krachen von Holz zu hören war als ihr Verfolger sich, entschlossen seine Beute nicht entkommen zu lassen, zum zweiten mal die Wand hinauf arbeitete.
Hektisch stolperte Ann weiter und sprang am gegenüberliegenden Rand des Daches schließlich ab. Der Ruck der durch ihren Rücken ging als ihre Schwingen den Nachtwind aufnahmen und sie in die Höhe trugen trieb ihr die Tränen in die Augen, aber das letzte was sie jetzt noch wollte war abzustürzen und wieder auf der selben Straße zu stehen wie ihr monströser Verfolger. Also biss sie die Zähne gegen den qualvollen Schmerz im ganzen Körper zusammen und flog so schnell sie konnte in die Nacht hinein.
:iconmorgothmelkor:

Author's Comments

Dies ist ein Teil der Geschichte an der ich seit nunmehr zwei Jahren schreibe. Genauere Details (in Englisch) können meiner Startseite entnommen werden.


Der Abschnitt der Geschichte der hier einzusehen ist, handelt von der Hauptfigur der Geschichte: Einem Sukkubus namens Anngelique, meistens "Ann" Genannt.

Durch mehrere, je nach Standpunkt, glückliche oder unglückliche Zufälle, ist Ann in die Menschenwelt gelangt.
Dort versucht sie sich zurechtzufinden und tut sich zu diesem Zweck mehrfach mit Menschen zusammen, die einen Vorteil aus der Zusammenarbeit mit ihr ziehen wollen.
Um ihre Herkunft zu verbergen, gibt sie sich selbst als ein Kind einer Menschen-Drachen Beziehung aus, wobei sie die Menschen für die sie gerade arbeitet immer als Fürsprecher unterstützen, sodass ihre Lüge bisher nicht durchschaut wurde.

Der Mann für den sie aktuell arbeitet, Dylan, ist ein ziwelichtiger Händler, der Ann als Botin für seine recht langen Zulieferwege einsetzt.
Bei einem Gespräch mit dem örtlichen Wachtmeister, bei dem es nicht nur um Anns Herkunft ging, stellte sich heraus, das Dylan Ann vermutlich als Botin für seine illegalen Schmuggelgeschäfte missbraucht, auch wenn nicht klar ist, wie er das eigentlich anstellt.
Die wenig zimperliche Ann stört sich nicht an der Tatsache das Dylan in illegale Aktivitäten verwickelt ist, und beschließt, zumindest solange bei Dylan zu bleiben, wie sie mehr nutzen daraus zieht als er.

Der Text steigt nun an einem Punkt ein, an dem Ann gerade von einem dieser Botengänge zurückkehrt.


Interessant wäre für mich, wie der Leser den Text aufnimmt, ob die Geschehnisse authenitsch herüberkommen, welche Stimmung der Text bei dem Leser weckt und wie diese Dinge sprachlich umgesetzt sind. Eher gut oder eher schlecht gelungen, etc.
Eine Umfassende Kritik ist sehr willkommen, auch wenn das etwas aus dem zusammenhang gerissene Beispiel vielleicht einige Fragen in bezug zur Gesamtstory offen lässt.

Comments


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:icondhanne:
Hiya,

I read the part of the story you pasted here translated into English by Google Translator. First, I tried to translate straight from German into Finnish, but the text was unreadable because of very poor translation. I guess they haven't developed Finnish translation at all, only added some words or so. In any case, English translation of the text was readable enough.

In my opinion you write well, I can't say how well because of still poor translation, but your storytelling seemed well balanced and storyline was also interesting. I can't really criticize anything beyond that because the poor translation and short sample of the novel.

Anyway, I noticed that your Ann is a quite emotional for a full-fleched demon - she feels fear and is terrified easily, like a normal human does. I don't say that it is bad for the story, because a stone-hearted demon character might have only few emotional options for a writer and thus the character may seem a bit uninteresting. Your Ann hasn't that kind of problem, because she has an emotional side as well.

I would be nice to read the whole story translated well into English or Finnish. Google Translator is not good enough for translating a novel into a different language to make reading enjoyable experience.
:iconmorgothmelkor:
Oh, Anns spectrum of emotions is quite big: disgust, contempt, arrogance, hate, the joy of a hunter kiling its prey...
she doesnt feels fear very often, this is one part where she IS afraid of something, but thats very special and a careful reader could tell why and who that person is, which follows her :o

Usually ann isnt that fearful, this time she had a particular reason she doesnt even know by herself.

The succubi are a bit more human like in my world, while the incubi may more match your imagination of a "fully-fledged demon" :o
The incubi dont use any weapons at all for example, they just crush and rip their enemies with their brutal stregth and claws, eating the humans they slayed (succubi are usually disgusted by the idea of eating humans).
They dont get along too good with most of the succubi and its even worse between two incubi. If they arent forced by order to work together they more like to kill each other.
:icondhanne:
Ah, okey.

So you have two kinds of succubi: succubus and incubus? I have read that incubi is a male conterpart of succubi, so it may be prepared for mild misunderstandings. In any case I guess that the names of demon races and their abilities are mostly story-dependant, so use the names like you see to fit best in your world. :)

I also have two separate demon races in my novels, but I use the Dungeons of Dragons term Lilitu for the more powerful form of demon. The differences are apparent, the most notable difference is that succubi have wings, but lilitus have four or more tentacles instead. You can see the differences in here: [link] (that lilitu on the picture is special and has wings) or pages 43-44 from Fiendish Codex I: Hordes of the Abyss.

By the way, I found the best picture of a succubus ever drawn. [link] I'm really proud that the artist is also a Finn. I hope you like the picture too. I guess that could be an incubus from your story, am I correct? :)
:iconmorgothmelkor:
Great stuff threre, thanks for the site :o

Succubus/Incubus is quite interesting in german. I dont know how it works in finnish, but in english only "the" exists, in german, you got "der" (male) "die" (female) "das" (object). Evene though a succubus is only a female being, its "der" sukkubus in german, so it sounds sometimes strange ;D Also sometimes objects are called "der/die" a demon(Dämon), (not specified if male or female) isnt "das" dämon, its "der" Dämon.
But enough of the little german excourse :o

You dont got a description of a incubus so the misunderstanding is understandable.
[link]
That goes more into my imagination of n incubus, the face would be a bit more human, but its almost perfect.
:icondhanne:
Hehe, I must ask this: Which one is the incubus - the woman or the demon behind? :D

And about that succubus in Finnish, well, I guess that there isn't a Finnish word for it. There are only a couple of words that describes directly a demon in Finnish: demoni (demon/devil), paholainen (demon/devil/satan), piru (more impish-like paholainen), saatana and perkele (both means satan and are also a Finnish swear-words). So there are only two words that I can use for describing a demon: demoni or paholainen. It's ridiculous! Finnish has so frustratingly few special words that makes difficult to separate two slightly different things from each other. Luckily, we use alot loanwords from English today, so it's quite okey to use succubus or lilitu in the same way as it appears in English.

Typically, there are no female or male counterparts for any words in Finnish (e.g. he/hän, she/hän). So if I use a loanword 'succubus' from English and use it like a new Finnish word, it may mean a female as well as a male demon if I don't explain it to the readers. I like languages that separate both genders. My favourite words in the matter would be a female counterparts of the words, like a sorceress or a priestess. But if you don't want to reveal gender in a story, it is easy to keep genders hidden because of the genderless 'hän'(means both he/she). And that ends this Finnish course. :)
:iconmorgothmelkor:
That is why i love my language, german can be veeeery specific, you can say things with absolute precision in every way you can imagine ;D(german is said to be as difficult as chinese or something like that to non native speakers :>;)
But thats also the reason that makes it very difficult to "say" something without making it obvious to the reader. Hiding it into the context is the most used tactic, but sometimes i cet get feeling the reader maybe wont notice and so they dont get the details that makes a story good :>
:icondhanne:
Heh, I have never heard that German would be any more difficult than other languages like English or Spanish are. I haven't studied your language but my friends are and they really haven't said that it is harder than English, Swedish or Spanish.

Basics of Finnish are quite easy to learn - there is no difference between written and spoken (you spell words the way you write them), and the word order is not static, you can put words in almost any order, and it is still understandable. Nevertheless, after you know the basics Finnish will get tremendously harder because of the sheer number of possible declinations. So it's really hard to say which language is really harder than the other.

Wikipedia states that Finnish is verry (typing error :D) hard language.
[link]

In any case, I would like to add lots of new words in our vocabulary. I still hope they won't translate words too directly from English to Finnish like:
succubus --> sukkupus
or even worse:
sorcerer --> sorsettaja/sorsija (sorsettaja/sorsija is like sorsa+tekijä that is a duck+maker in English. :) In my opinion a "duck maker" is not very believable term for spellcaster. Sorkku is sorcerer's slang name in many fantasy games today).
Those direct translations sound ridiculous on my ears.
:iconmorgothmelkor:
Aah, thats something difficult about german, you can switch positions of words in a sentence, but the emphasis switches every time and the meaning of the sentence can be absolutesy different because of that.

For a german whos interested in speaking and exactly HOW you do it (sometimes i go on the nerves of my friends/colleagues with that behavior to point a finger of the exact meaning of something that was just meant to said as subtext ;p ) finnish/japanese etc are interesting languages.
I mean: I, as a german can hardly get free of the imagination that the position of a word in a sentence is important, and a language where you can freely decide where the words stand gives you much freedom in your writing.

If it really doesnt matter where the words are... do different persons have different manners in sentence building? Like putting the subject always at the beginning of the sentence while others always start with the object... Its fascinating for me how many possibilities of expresion i got with that :p
For example: Always tell the subject at the beginning, and if you want to be something expressed as more important without the reader really noticing it, you could simply switch the structure of the sentence.

Im watching many animes and it sems like in japanese the subject comes often at the last position in the sentence (when its not exactly pointed that the word is said in the beginning). So, sometimes when more then two people are speaking with each other, you cant know from the begin on to which person the sentence belongs. That would be awesome fun for me speaking that way(i could make fun of soooo much people xD btw: yes, i am an annoying person :p ), in german you need to do some literal luxations to speak that way. ;D

Do you think about the structure of your sentences while writing or do you speak in some manner like subject->;predicate->object always?
:iconmorgothmelkor:
bla (just for replay reason :o )

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February 18
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